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Ist Social Media ein Massengrab aller Blogger?

VON DANIEL SEIDL
/ 9. September 2011 / 1 Kommentar
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Auch diesen Freitag ist wie jeden Freitag wieder Webmaster Friday. Diese Woche geht es um den Konkurrenzkampf zwischen der traditionellen Blog-Kultur und dem eher jungen Hype der Social Media Plattformen. Früher war alles recht einfach: Man führte seinen Blog mal mehr oder mal weniger häufig und geneigte Leser schrieben hier und da ein paar Worte zum Thema als Kommentar und mit etwas Glück entstanden daraus ganze Diskussionen. Später wurden derartige Diskussionen – vor allem bei größeren und bekannteren Blogs – zur Regel und eine richtige Blog-Kultur entwickelte sich. Doch irgendwann vor ein paar Jahren kamen die ersten Social Media Plattformen auf: Twitter, Facebook und nun auch Google+ sind zu einer Konkurrenz geworden. Viele Blogger beschweren sich bereits über diesen Trend und sehen das Ende des traditionellen Bloggens schon kommen. Doch ist dies wirklich eind drohendes Massengrab oder gibt es auch die Optionen einer Koexistenz oder gar einer Symbiose?

Die Entwicklung der Social Networks

In den letzten Jahren sind soziale Netwerke wie Facebook oder Xing auch in Deutschland ein großes Thema geworden. Knapp 53 Prozent alle deutschen Internetnutzer besuchen Facebook, mit großem Abstand folgen erst alle anderen Netzwerke. Social Media spielt also im Leben der Menschen eine große Rolle und dies darf man bei der Frage “Ist Social Media ein Massengrab aller Blogger?” nicht aus den Augen verlieren. Marktanteile sozialer Netzwerke

Blogger und Social Media

Natürlich haben auch die meisten Blogger diesen Trend bereits früh erkannt und sind ebenso auf den Social Media Zug gesprungen. Bleibt jedoch die Frage ob nicht auch die Blog-Kultur ein Faktor für den rasanten Erfolg der sozialen Netzwerke war und noch immer ist. Viele Blogger haben inzwischen einen eigenen Twitter-Account, ein eigenes Facebook-Profil (am Besten noch mit eigener Fanseite) und sind auch in anderen Netzwerken aktiv. Man versucht also gleichzeitig auf beiden Hochzeiten zu tanzen. Der Blog wird meist als Grundlage gesehen und Social Media als Möglichkeit den Blog bekannter und populärer zu machen. Doch warum sollten Nutzer sich noch durch unzählige Blog-Artikel wühlen, wenn man doch in der heutigen modernen und schnelllebigen Zeit lieber in 140 Zeichen alles Nötige in Worte fassen kann und will? Viele Blogger berichten schon davon, dass seit dem großen Hype der Social Networks die Kommentarbereitschaft im Blog spürbar abgenommen hat. Doch wie sieht es denn gleichzeitig mit Kommentaren über Twitter, Facebook und nun auch Google+ aus? Die meisten Blogger – die auch diese Dienste nutzen – werden sicherlich über diesen Weg mindestens ebenso viele Kommentare wie früher erhalten, wenn nicht sogar mehr als früher. Außerdem bieten die Netzwerke auch andere Vorteile für Blogger und Nutzer.

Vorteile der Social Networks

Bei richtigem Einsatz der Social Networks sind diese ganz und gar nicht als Massengrab für Blogger anzusehen – ganz im Gegenteil! Setzt man die Netzwerke richtig ein, so sind diese eine wunderbare Ergänzung und können nicht nur für mehr Aufmerksamkeit sorgen, sondern zugleich auch zu “richtigen” Blog-Lesern führen. Früher gab es nur beschränkte Möglichkeiten Aufmerksamkeit zu erregen, doch in der heutigen Zeit und Dank der sehr starken Vernetzung im Internet kann man mit etwas Glück schon mit wenig Aufwand kostenfreie und langfristige Werbung betreiben. Ein Blogger kann also in der Regel erstmal nur gewinnen in meinen Augen. Nutzer oder Leser können durch die Social Media Möglichkeiten viel schneller und einfacher interessante Inhalte finden und wer wirklich Interesse an einem Thema hat, der liest auch gerne einen langen Artikel auf einem Blog. Wer sich für das Thema nicht interessiert, der würde den Artikel auch ohne den Sirenengesang der sozialen Netzwerke nie wirklich gelesen. Alles in allem hat ein Nutzer also nur mehr Möglichkeiten interessante Artikel zu finden, falls er dies überhaupt will. Nur die wenigsten Internetnutzer werden ihre grundlegendenden Interessen durch die aktuelle Entwicklung im Web ändern. Und um den leider schon verstorbeben Autor Douglas Adams zu würdigen: Keine Panik!

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